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Genese und Entwicklung der Touristik in Riesengebirge

Kultstätte
Für die Einwohner von Böhmen und Schlesien waren die ältesten slawischen Straßen lediglich schmale Pfade, die durch das Riesengebirge führten. Bereits in vorgeschichtlichen Zeiten führten diese Pfade an Plätze, die mit der Verehrung des Wassers verbunden sind. Diese Kultstätte waren:
die Elbquelle unterhalb der http://radionasarijec.com/cialis-lowest-price Schneekoppe und Veichenspitze
die „Heilige Quelle“ an den Hängen des Kräberbergs
Das Riesengebirge – die Elbquelle, am Anfang des 20. Jahrhunderts die Elbquelle
Wappen der Städte, die am Flussufer der Elbe liegen
die St. Anna Kapelle am Berghang Kräberbergs zu Beginn des http://www.ieasea.org/cialis-cost 20. Jahrhunderts
die St. Anna Kapelle mit der “guten Quelle“ in Seidorf
Die ältesten Straßen
Bereits im Mittelalter gab es zwei wichtige Verkehrswege, die durch das Riesengebirge führten:
die schlesische Landstraße: sie führte von Hostinny über die Elbquelle und den Riesengebirgskamm auf die schlesische Seite nach Hirschberg und Schmiedeberg die böhmische Landstraße: von Wleń über Kamienica (die Umgebung des heutigen Szklarska Poreba) und den Riesengebirgskamm auf die böhmische Seite und in das böhmische Flachland hinein.
Das später aufgebaute touristische Verkehrswegenetz im Riesengebirge basiert auf diesen zwei Verkehrswegen, die von Schlesien nach Böhmen führten.

Bolesław III Krzywousty (Herzog von Polen 1102 bis 1138) „erkämpfte“ sich zusammen mit seiner Armee im Jahre 1100 einen Weg durch das Riesengebirge. „Er markierte einen neuen Weg nach Böhmen…unerforscht, durch eine schreckliche Gegend…“
Gaul Anonim, 1113
Ein Auszug aus der ältesten Riesengebirgskarte von Szymon Huttel aus dem 16.
Jahrhundert.

Die Wallonen
Traditionsgemäß begannen bereits in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Schatzsucher die Region des Riesen- und Isergebirges zu durchkämmen. Sie wurden aufgrund ihrer romanischen Herkunft Wallonen genannt und kamen aus östlicher und http://www.johnandpetes.com/best-price-on-cialis westlicher Richtung nach Schlesien.
Wirtschaftliche Aktivitäten
Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Menschen trugen zu einer besseren Erschließung des Gebirges bei. Die Wallonen (hauptsächlich Bergarbeiter) wurden dabei bald von Holzfällern, Hüttenarbeitern und Naturheilkundigen „unterstützt“.
Die Legende des Berggeistes
Die Legende eines Berggeistes, manchmal Herr Johann, Herr der Berge oder Rübezahl genannt wird seit langer Zeit von Bewohnern des Riesengebirges erzählt. Die Legende von Rübezahl, die die Unbeständigkeit und http://www.journalverlag.com/cialis-side-effects Kraft der Naturgewalten im Riesengebirge darstellt ist schon immer eine große Touristenattraktion gewesen.
Polen im Riesengebirge
Ryszard Kincel, Autor einer polnischen Monografie über Wandern im Riesengebirge schrieb in seinem Buch „Sarmaci na Śnieżce“:
„Wenn Polen, die hauptsächlich aus dem Flachland Polens, Masowien und Litauen kommen, das Riesengebirge erreichen, entdecken sie etwas völlig unbekanntes, bemerken es, …dass sie die Liebe des wow)) real viagra Riesengebirges kennen lernen.“
Aussagen über Aufenthalte von Touristen in dieser Zeit stammen von Einträgen aus Gästebüchern, die in den Bauden des Riesengebirges auslagen. Viele dieser Eindrücke sind poetischer Natur und ihr Inhalt drückt tiefe patriotische Gefühle aus.
Im 18. und 19. Jahrhundert durchstreiften viele hervorragende Polen das Riesengebirge, eingeschlossen: Adam Czartoryski, Izabela Czartoryska, Fryderyk Skarbek, Jan Olrych – Staniecki, Edward Dembowski, Józef Wybicki, Franciszek Dzierżykraj – Morawski, Bogusz Zygmunt Stęczyński.
In der Vitrine liegt ein Gipfelbuch der Schneekoppe mit polnischen Einträgen aus den Jahren 1800 bis 1806 aus.
Geschichte der Schutzhütten
Die erste Holzhütte auf der schlesischen Seite des Scheekoppengipfels wurde 1850 für 200 Taler vom Gastwirt Fryderyk Sommer aus Cieplice erbaut, welcher zuvor der letzte Pächter der Kapelle mit Übernachtungmöglichkeit auf der Schneekoppe war. Die Holzhütte brannte am 22.10.1857 nieder. Obwohl sie schnell wieder aufgebaut wurde, brannte sie im April 1862 erneut ab. Der Grund dafür ist unbekannt, möglicherweise fing das Gebäude aufgrund eines Blitzes Feuer oder es wurde angesteckt. Die Hütte muss jedoch viel Gewinn eingebracht haben, denn der unglückliche Eigentümer baute noch im selben Jahr die dritte Unterkunft. Diese letzte Hütte blieb die längste Zeit bestehen. Sie war gut ausgestattet und nach dem II. Weltkrieg befand sich eine Touristenunterkunft in der Hütte.
Der Wettbewerb auf der Schneekoppe wurde stärker als 1868 der Eigentümer der nahe gelegenen Grenzbaude auf http://slaauk.org/w2/levitra-canada der tschechischen Seite des Schneekoppenkipfels eine andere Hütte bauen ließ. F. Sommer gewann jedoch den Konkurrenzkampf und übernahm 1870 die tschechische Baude. Von 1875 bis zum II. Weltkrieg waren beide Bauden im Besitz der Familie Pohl. Ein Zitat aus einem Reiseführer Anfang des 20. Jahrhunderts: „Pohl ist zwar ein Untertan und http://celtic-irish.co.uk/news/canadian-healthcare Angestellter, aber dennoch ist er Alleinherrscher auf der Schneekoppe.“ Er hat in seinen Unterkünften im Jahre 1872 ein deutsches und österreichisch-ungarisches Postamt eingeführt. 1873 wurde der erste Brief von der Schneekoppe abgeschickt, welcher gleichzeitig einer der ältesten der Welt ist.
In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden eine neue Wetterstation und ein neues Restaurantgebäude (fliegende Untertassen genannt) auf dem Platz der zuvor abgerissen Baude auf der schlesischen Seite erbaut.
 
Kräutersammler

Seit jeher suchten die Menschen nach wirksamen Methoden der Heilung von Wunden, Krankheiten und Wiederherstellung der Gesundheit. Von Natur umgeben, griffen sie nach bekannten Pflanzen, um aus diesen geheime Kräfte herauszuholen. Zu den populärsten Methoden der Heilung von z.B. Fieber und Gelenkschmerzen gehörte die Behandlung mit Weiderinde; mit Harz bekämpfte man schmerzhafte Muskelkrämpfe und mit Thymian - Husten oder andere Infektionen. Es herrschte allgemeine Überzeugung, dass Pflanzen geheime Kräfte besitzen, die in sich sowohl Gesundheit als auch Tod verbergen. Die Anwendung einer Heilsubstanz in Überdosis könnte einen tödlichen Ausgang haben.

Man wusste die einzigartige Wirkung der Wurzeln der Alraunen (Mandragora officinarum) zu schätzen. Die Wurzeln sollten beim Ausreißen aus der Erde ein vom Schmerz ergriffenes Gestöhn von sich geben. Die Wurzeln der Alraunen – die zur Herstellung von Analgetika (Arzneimittel gegen Schmerzen) verwendet wurden - fleischige, dicke Pfahlwurzeln, die oftmals gegabelt sind, und dadurch nicht selten einer menschlichen Gestalt ähneln, waren im Mittelalter ein mächtiges Mittel der Zauberei. Um die Alraunwurzel ranken sich zahlreiche Legenden.

Seit Jahrtausenden suchte man erfolglos nach dem philosophischen Stein, der als Inbegriff des Lebenselixiers fungierte. Das Lebenselixier sollte unseren Körper von Krankheiten befreien, das Leben verlängern oder älteren Menschen als Verjüngungsmittel verabreicht werden.

Im Laufe der Zeit und mit Erforschung der Pflanzenwelt sonderte sich eine Gruppe von Menschen ab, die auf Grund des Wissens über die Wirkung von Heilmitteln begann, die ersten Heilpräparate (Phytopräparate) herzustellen.

Auch im Riesengebirge ging man seit Langem der Tätigkeit als Kräutersammler nach. Man sammelte Wurzeln und Heilpflanzen. Mit der Zeit waren Kräutersammler den lokalen Apothekern sehr hilfreich. Volkskräutersammler – Volksalchimisten, auch Laboranten genannt, entwickelten ihre Tätigkeit im 17. und 18. Jh. insbesondere in Karpacz (Krummhübel), wo eine Zunft zur Wahrung gemeinsamer Interessen gegründet wurde. Zur Zeit des größten Aufschwungs der Zunft fanden dort sogar 28 Meister der Heilpflanzkunde eine Beschäftigung. Um die Meister scharten sich Gesellen, Schüler, Kräutersammler, Laboranten und Verkäufer. Die Letzteren verkauften Heilmittel gegen Beschwerden und Krankheiten auf allen Märkten und Jahrmärkten Schlesiens und sogar weit über die Grenzen hinaus. Sie wurden auch in Prag, Krakau, Wien, Moskau und London gesichtet.

Fast zwei Jahrhunderte lang lebte und discount generic cialis online'>discount generic cialis online entwickelte sich Karpacz (Krummhübel) dank der Zunft. Im Grunde genommen hatte die Zunft mit Kurpfuscherei und Scharlatanerie nichts zu tun. Die Herstellung von Heilmitteln unterlag nämlich einer amtlichen Kontrolle durch Mediziner und jede geltende Rezeptur musste mit größter Sorgfalt und Genauigkeit befolgt und eingehalten werden. In der Ausstellung werden beispielhafte Pflanzen präsentiert, die von Kräutersammlern im Riesengebirge gesammelt wurden; der alte Beuchkessel, in dem den Heilpflanzen magische Kräfte verliehen wurden; in dem Schaukasten daneben – originelle Verpackungen für Heilmittel. An der Wand hängt ein Flachrelief aus dem Jahre 1930 aus der Schnitzerschule in Bad Warmbrunn (Cieplice Zdrój), das folgende Motive aus dem Leben der Kräutersammler darstellt: Gewinnung sowie Verarbeitung von Heilpflanzen, und auch den Schutzheiligen der Zunft – den Rübezahl. Früher stand dieses Flachrelief in Krummhübel am damaligen Bahnhof.

 
Mitte des viagra uk'>viagra uk 19. Jhs. infolge amtlicher Verordnungen (Einschränkungen hinsichtlich der Menge der hergestellten Heilmittel, Verbot des Hausierhandels, Schrumpfen von Absatzmärkten und Verminderung der Anzahl der aufgenommenen Zunftmitglieder, bedeutende Entwicklung der Pharmaindustrie in Bezug auf Anwendung der Synthese von zahlreichen chemischen Verbindungen, derer Zusammensetzung pflanzlichen Rohstoffen ähnelte – die oft bessere therapeutische Eigenschaften hatten) kam es langsam zu dem Untergang der Zunft. Die letzten Vertreter der Zunft wurden auch als orts- und sachkundige Personen auf dem Fachgebiet Gebirge als Fremdenführer tätig.

In der Ausstellung wird auch eine Skulptur – ein Triptik präsentiert. Dieses Triptik entstand in den 30er Jahren des 20. Jhs. in der Schnitzerschule in Bad Warmbrunn (Cieplice Zdrój) und stellt drei Szenen aus dem Leben der Laboranten dar: das Sammeln von Heilpflanzen im Gebirge, die Verarbeitung der Heilpflanzen in der Stube, sowie den Beschützer - den Berggeist der Zunft – Karkonosz. Unten im Schaukasten: Glas mit Wurzeln der Alraunen - in der Wirklichkeit sind es Wurzeln von Knoblauch, der im Riesengebirge an den Bergseen Kleiner Teich und Großer Teich wächst und an Touristen als Andenken – Amulett schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts verkauft wurde. Darunter auch: kleine Flakons, Schachteln, Kästchen, Klappmesser, Flaschen, Mörser, Otter, Korb für Heilpflanzen und http://complexlight.org/best-price-for-viagra Beuchkessel sowie ein Archivfoto des letzten Labormeisters aus Krummhübel -Ernst August Zölfel.

Panorama, Wasserfälle und Schlösser

Die Bergwanderer bewunderten im Riesengebirge die außerordentliche Schönheit der Landschaft, die sich von Gipfeln aus erstreckte. In der Ausstellung wurden folgende Reproduktionen präsentiert: Riesengebirge, Kleiner Teich, Panorama von Kupferberg, Blick auf viagra online without prescription'>viagra online without prescription Erdmannsdorf, sowie auf Wasserfälle: Kochelfall, Zackelfall, Hainfall.
Folgende Schlösser boten für Bergwanderer eine touristische Attraktion: Schlösser in Erdmannsdorf, Fischbach, Lomnitz, Bad Warmbrunn und Arnsdorf.
Baudengeschichte

Die erste hölzerne Herberge auf der Schneekoppe auf schlesischer Seite ist im Jahre 1850 gegen den Betrag von 2000 Talern durch den Gastwirt Fryderyk Sommer aus Warmbrunn erbaut worden. F. Sommer war der letzte Pächter der Herbergskappelle. Am 22. Oktober 1857 brannte die Herberge völlig ab, wurde jedoch relativ schnell aufgebaut. Jedoch im April 1862 zerstörte wieder ein Brand die Herberge. Die Brandursachen blieben nicht geklärt. Bis heute geht man den mutmaßlichen Ursachen nach, war es ein Blitzschlag oder eine Brandstiftung. Die Herberge erbrachte aber hohe Einkünfte, so dass der Pechbesitzer noch im selben Jahr ein drittes Gebäude erbaut hat. Dieses gut gepflegte Gebäude mit guter Ausstattung blieb am längsten erhalten. In dem Gebäude funktionierte nach dem 2. Weltkrieg eine polnische Touristenherberge.
Als 1868 auf böhmischer Seite der Schneekoppe eine Baude durch einen böhmischen Gastwirt namens Blaške erbaut worden war, stieg das Niveau der erbrachten Dienstleistungen. In diesem Wettbewerb zieht Blaške den Kürzeren. 1870 kauft und übernimmt F. Sommer seine Baude. Seit 1875 bis zum 2. Weltkrieg gehörten die beiden Bauden der Familie Pohl an. Zu Beginn des 20. Jhs. schrieb man in Reiseführern: „Pohl ist zwar Untertan und Beamter von zwei Kaisern, auf der Schneekoppe ist er aber ein Alleinherrscher“. In den Herbergen betrieb er Postagenturen: eine deutsche, gegründet im Jahre 1872 und eine österreichisch-ungarische. 1873 schickte man von Schneekoppe die erste Postkarte ab, eine der ältesten in der Welt.
In den 60er und 70er Jahren des 20 Jhs. erbaute man auf schlesischer Seite auf der Stelle, wo früher die Herberge stand, eine Wetterstation – Meteorologisches Hochgebirgsobservatorium und ein Restaurant, das im Volksmund „Fliegende Untertassen“ genannt wird. Der Name wurde der Form des Gebäudes entnommen. Das Gebäude erinnert nämlich an übereinander geordnete Untertassen.
Schloss Kynast

Im Museum stellt man zur Schau eine Rekonstruktion des Piasten-Schlosses Kynast zu seinen besten Zeiten (1. Hälfte des 17. Jhs.), das dank seiner herrlichen Lage eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Tourismus in dieser Region spielte. Über dem Entwurf hängt ein Photogramm des Schlosses, das zu den wichtigsten touristischen Attraktionen in dieser Region zählt.
Kirche Wang
Die Kirche Wang befindet sich an der Hauptstraße, die zur Schneekoppe führt auf eine Höhe von 885 m ü. M. Aufgrund ihres Ursprungs und der Architektur ist sie eine große Touristenattraktion in Karpacz Górny, welche von vielen Touristen besucht wird.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bekam J.K. Dahl (ein Maler aus Norwegen, der zu dieser Zeit in Dresden lebte) Interesse an der alten Kirche, die am Wang See in Südnorwegen in der Provinz Valdres stand. Dank eines glücklichen Zufalls kaufte er die Kirche für 120 Taler für die Museumssammlung des zur damaligen Zeit herrschenden König Fryderyk Wilhelm IV. Nachdem eine genaue Bestandaufnahme vorgenommen wurde, wurde die kleine Kirche im Sommer 1841 zum Lagerhaus des botecagem.com.br Berliner Museums transportiert und wieder zusammengebaut. Wenn nicht ein anderer glücklicher Zufall geschehen wäre, wäre die Kirche noch lange in diesem Raum geblieben ehe sie wieder das Tageslicht erblickt hätte. Der lokale Philanthrop Fryderyk von Reden (Großgrundbesitzer in Buchwald) überredete den König, die Kirche in Karpacz Górny wieder aufzubauen. Das Land, wo die Kirche erbaut werden sollte, wurde von dem Grundbesitzer Graf Leopold Schaffgotsch 1842 an die Hochlandgemeinschaft gespendet. Heute grenzt das Gebiet an den Nationalpark Riesengebirge. Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau der Kirche und www.icalanguages.com den Bau eines neuen Chorraums betrugen über 80.000 Mark, ohne den Kosten für den Kauf der Kirche und der Transport von Norwegen nach Berlin.
Das Einweihungsfest der Kirche fand am 28.07.1844 statt. Heute gehört die Kirche Wang zur evangelisch- augsburgschen Kirche Polens. Gottesdienste werden jeden Sonntag abgehalten.
 
Riesengebirgs-Verein (1880 – 1945)

Besondere Verdienste um die Tourismusentwicklung im Riesengebirge hat sich der Riesengebirgs-Verein (RGV) erworben. Er ist am 1. August 1880 auf Initiative von Teodor Donat aus Mysłakowice (Erdmansdorf) entstanden. Seine Mitglieder waren in Sektionen organisiert, die in vielen Ortschaften tätig waren, nicht nur in Niederschlesien. Die erste Sektion wurde am 3. August 1880 in Mysłakowice (Erdmansdorf) gebildet. Ende 1880 gab es schon 14 tätige Sektionen, Mysłakowice (Erdmansdorf), Cieplice Zdrój (Bad Warmbrunn), Jelenia Góra (Hirschberg), Kowary (Schmiedeberg), Podgórzyn (Giersdorf), Świeradów Zdrój (Flinsberg Bad), Miłków (Arnsdorf), Kamienna Góra (Landeshut), Zgorzelec (Görlitz), Szklarska Poręba (Schreiberau), Lubawka (Liebau), Mirsk (Friedeberg), Barcinek (Berthelsdorf), Sosnówka (Seidorf), denen 867 Mitglieder angehörten.

In den ersten Jahren der Tätigkeit beschäftigte sich der Verein mit dem Bau und der Modernisierung von Straßen im Gebirge, sowie mit dem Kennzeichnen von Wanderrouten. Im Jahre 1905 zum XXV. Jubiläum des Riesengebirgs-Vereins hat man der Öffentlichkeit die s. g. „Jubiläumsstraße“ freigegeben, einen Fahrweg, der vom Schlesierhaus bis auf http://behindmagazine.com/contents/viagra-on-line den Gipfel der Schneekoppe führt. In den Jahren 1881 – 1943 wurde die Zeitschrift „Der Wanderer im Riesengebirge“ herausgegeben, die das Wissen über Geographie und Geschichte der Region verbreitete, sowie aktuelle touristische Informationen und Neuigkeiten aus der Tätigkeit des Vereins präsentierte. Im Jahre 1914 hat der Verein in einem neu errichteten Gebäude in Jelenia Góra das Museum (Muzeum Karkonoskie) für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Museum funktioniert bis zum heutigen Tag. Im Jahre 1927 wurde im Riesengebirgs-Verein (RGV) die Bergwacht ins Leben gerufen, derer Aufgabe es war, die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Naturdenkmäler zu schützen. Der Verein war im Riesengebirge bis zum Ende des 2. Weltkriegs tätig.

In der Ausstellung kann man ein Foto des Gründers vom Riesengebirgs-Verein (RGV) Teodor Donat, sowie das Foto eines Gedenkobelisken am Großen Teich im Riesengebirge, das Abzeichen der Mitgliedschaft am Riesengebirgs-Verein (RGV), ein Foto des geologischen Profils von Westsudeten zur Zeit dessen Enthüllung, sowie das Eröffnungsfest des Museums (Muzeum Karkonoskie) im Jahre 1914 bewundern. Zu sehen ist auch eine Reproduktion einer witzigen Postkarte, die für Geldspende zum Straßenbau im Riesengebirge wirbt, sowie eine Monatszeitschrift „Der Wanderer im Riesengebirge“.

Tadeusz Różewicz – Dichter und Dramatiker im Riesengebirge
Dieser Teil der Ausstellung ist Tadeusz Różewicz gewidmet, eine hervorragender Dichter und Dramatiker, der seit den 90er Jahren in enger Beziehung zum Riesengebirge und zu Karpacz steht. Einige seiner Arbeiten sind hier ausgestellt: das Manuskript vom Gedicht „Gawęda o spóźnionej miłości“ (ein Geschichte über die späte Liebe, ein Gedicht über Wanda Rutkiewicz), das Gedicht „W gościnie u Henryka Tomaszewskiego w Muzeum Zabawek“ (Besuch von Henryk Tomaszewski im Spielzeugmuseum) und der Sketch „Dziwna i nieprawdziwa historia o spotkaniu z Rübezahlem czyli Janem Liczyrzepą w Karpaczu“ (die sonderbare und unwahre Geschichte der Begegnung von Rübezahl und walbrzych24.com Johann Liczyrzepa in Karpacz).. Bei einer temporären Ausstellung im Museum für Tourismus und Sport in Karpacz anlässlich des 80sten Geburtstags des levitra online Künstlers wurde eine Broschüre „Ein Tag im Leben des Dichters“ mit einer Auflage von 1000 Stück Auflage „Ein Tag im Leben des Dichters“ mit 300 Stück herausgegeben. 2003, zum zweiten Jahrestag der Eröffnung dieser Ausstellung gab das Museum die Veröffentlichung „Tadeusz Rózewicz – poeta i dramaturg w Karkonaszach“ (Tadeusz Rózewicz- Dichter und Dramatiker im Riesengebirge) heraus. Außerdem spendete der Dichter zwei wertvolle Ausstellungsstücke: seine erste Feder und seine erste Brille. Seine wertvollsten Ausstellungsstücke sind jedoch drei Literaturpreisnominierungen für den „Nike“ (1998, 1999 und 2000) sowie der Literaturpreis „Nike“ 2000. „Silberner Stift“ im Etui- ein Leserpreis; weitere Auszeichnungen sind: großes Kreuz – Orden für Verdienste für die Erneuerung Polens „Polonia Restituta“, ein Preis der Wochenzeitschrift „Nowiny Jeleniogórskie“- „Kryształ Górski“ verliehen im Februar 1988, eine Urkunde und Medaille „Auszeichnung für Karpacz“, „Schlüssel zu den Toren Wrocław´s“- eine von Wrocław gewährte Prämie, und viele andere.
 
Wanda Rutkiewicz – „Eine Polin auf dem Gipfel der Welt”

1979 veranstaltete das Museum für Sport und Tourismus eine Wechselausstellung „Eine Polin auf dem Gipfel der Welt“ – gedacht als Resümee der Tätigkeit einer außergewöhnlichen polnischen Bergsteigerin Wanda Rutkiewicz. Die Besteigung des höchsten Gipfels der Welt - Mt. Everest (8.848 m) am 18. Oktober 1978 krönt ihre sportlichen Leistungen. Sie war als erste Europäerin und als dritte Frau in der Welt auf Mt. Everest.

Wanda Rutkiewicz begann ihre sportliche Tätigkeit als Bergsteigerin in Sudeten und genauer gesagt in Falkenbergen (Góry Sokole) im Landeshuter Kamm (Rudawy Janowickie) sowie im Riesengebirge – in Schneegruben und marketmentor.org im Großen Kessel am Kleinen Teich.

Als Andenken und Erinnerung an die Ausstellung gilt die Eintragung im Gästebuch des Museums:

„Ich bedanke mich für die ehrenhafte Auszeichnung meiner Eroberung von Mt. Everest mit der Ausstellung, die so freundlich durch das Museum für Sport und Tourismus vorbereitet wurde“.

Karpacz, den 27.X.1979 Wanda Rutkiewicz

Diese Eintragung wurde zu einem schöpferischen Anreiz für den außergewöhnlichen polnischen Dichter Tadeusz Różewicz, der ein wunderschönes Werk „Gawęda o spóźnionej miłości” schrieb, dessen Manuskript sich im Museum befindet.